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20.11.2015
Kategorie: Allgemein
Erstellt von: Sven Miedreich

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Samstag 21.12.2019

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Historie

 

Die Vereinsgründung

"Am Sonntag, den 06.12.1970 wurde in Grenderich unter Federführung des Gemeinderates eine Versammlung der Bürger einberufen, mit dem Ziel der Gründung eines Sportvereins.

Zur Gründungsversammlung, die um vierzehn Uhr im Gasthaus Hoff eröffnet wurde, trugen sich insgesamt siebzig Personen aus Grenderich und Moritzheim sowohl als aktive als auch inaktive Mitglieder in die Anwesenheitsliste ein.“

(verändert n. d. Ortschronik v. Grenderich)

 

Noch in dieser Versammlung wurde aus der Runde der Teilnehmer die erste Vorstandschaft gewählt:

 

         Erster    Vorsitzender                   Erich Graf

         Zweiter  Vorsitzender                     Günther Frensch

         Beisitzer                                            Alfred Kaspari

                                                                     Arno Theisen

                                                                       Hugo Wallrath

         Schriftführer                                            Erwin Wallrath

         und zum Kassierer                                      Walter Hoff        

 

Als Ehrenbeisitzer benannte man die beiden Ortsbürgermeister der Gemeinden Grenderich und Moritzheim, Gerhard Wallrath und Ernst Schug.

 

Der gerade ins Leben gerufene Verein erhielt auf Beschluss seiner Mitglieder den  Namen „Spielgemeinschaft (SG) Grenderich – Moritzheim“ und begann mit seinen fußballerischen Aktivitäten mit der Saison 1971 in der zweiten Kreisklasse.

 

Die Vorgeschichte mit dem „Runden Leder“

 

Bereits in der Vorkriegszeit, das lässt sich für die Jahre 1927 bis 1939 belegen, wurde in Grenderich Fußball gespielt. In dieser Zeit führten in Folge Nikolaus Pauli von 1927 bis 1934 und Otto Konrath von 1935 bis 1939 den Verein.

Nach Kriegsende war der „Sportverein Grenderich“ von 1946 bis 1953 und von 1958 bis 1962 aktiv. Als Vorsitzende dieser Jahre agierten Alfons Zimmer (1946 – 1948), Heinrich Hammes (1949 – 1953) und Alois Theisen (1958 – 1962).

In der Zeit von 1954 bis 1957, wie auch in den Jahren 1963 bis 1969 war der Verein nicht aktiv und als solcher auch nicht gemeldet.

 

Es war in der Nachkriegszeit nicht einfach, in kleinen Kommunen Vereinssport zu organisieren und zu betreiben. Die finanziellen Mittel für Sportstättenbau und Sportgeräte waren knapp, die Mobilität, um mit den Nachbarvereinen in Kontakt zu bleiben, war eingeschränkt aber die Motivation der Akteure war hoch.

 

 

In einem Schreiben an den Fußballverband Rheinland ist zu lesen, dass „der Verein ab 1. Mai 1971 mit einer Fußballmannschaft angemeldet werden soll.“ Die notwendigen Formalitäten wie Spielerpassbeantragung und Schiedsrichterbenennung wurden in Angriff genommen.

Wie man in der Ortschronik nachlesen kann, taten sich die Fußballspieler trotz großen Trainingsfleißes gegen die wettkampferfahrenen Mannschaften der Umgebung schwer.

Auf der Suche nach mehr Erfolg wurde zwei Mal in der Woche, dienstags und donnerstags, an der Kondition, der Technik und der Taktik gearbeitet.

Für jeden Dienstag verordnete der Vorstand dem Team ein Gymnastiktraining unter Leitung von Herrn Piacenza.

 

Mit Elan und Selbstbewusstsein in die Mitte der 70er Jahre

 

Das Jahr 1974 - Fußballspielen und Vereinsaktivitäten sind inzwischen weitgehend Routine geworden.

Jugendbetreuung, eine für jeden Verein unverzichtbare existentielle Arbeit, wird dank des Engagements einiger Vereinsmitglieder mit Erfolg betrieben.

Beim  Sportfest, am 27. und 28. Juli 1974, präsentiert sich der Verein mit allen seinen Aktiven der Öffentlichkeit

 

Die erste Mannschaft gewinnt ihr Spiel gegen den Gast aus dem sauerländischen Medebach mit 6 : 1.

Die C-Jugend spielt gegen die altersgleichen Jugendlichen des TUS Merl und die Alten Herren treten gegen den SV Zell (AH) an.

Weitere Gäste sind die Teams aus Altlay, Blankenrath, Briedel, Ellenz-Senheim, Fankel, Mastershausen und Strimmig.

 

Die 90er Jahre – der Beginn der großen Spielgemeinschaften

 

Im Fußball beginnt eine Zeit, in der immer mehr Vereine über akute Nachwuchssorgen klagen. Ein Verein allein ist nicht mehr in der Lage, eine eigene Mannschaft auf die Beine zu stellen. Das Freizeitangebot ist vielfältiger und umfangreicher geworden und andere Sportarten für die jungen Nachwuchssportler darüber hinaus auch attraktiv.

Am 1. Juni 1994 schließt sich die SG Grenderich-Moritzheim mit der 1969 begründeten SG Altlay-Hahn als SG Altlay/Hahn/Grenderich/Moritzheim zusammen.

 

Auch andere Sportarten bereicherten das aktive Vereinsleben

 

Bereich Gymnastik/ Tanz

Im November 1978 wurde eine Frauengymnastikgruppe ins Leben gerufen.  zu einem abendlichen Treffen für Interessierte ein.

Am Ende einer abendlichen Informationsveranstaltung lag eine Teilnehmerliste mit insgesamt 53 vor.

 

Noch im gleichen Monat wurde in drei Gruppen mit dem Gymnastiktraining im Gruppenraum des ehemaligen Kindergartens begonnen.

Regelmäßiges, allwöchentliches Training sorgte für die Verbesserung der Beweglichkeit und Kondition und trug nicht gerade wenig zur Kommunikation und zum Miteinander bei.

Die Sammlung an Gymnastikgeräten wurde nach und nach erweitert und das Training mit Bällen, Reifen, Bändern und Keulen verbesserte das Rhythmusgefühl und die Beweglichkeit der Frauen.

Im Mai 1982 trat beim Pfarrfest erstmals eine der Gruppen mit einem „Hexentanz“ auf.      

In den über 20 nächsten Jahren folgten viele weitere Präsentationen zu unterschiedlichen Anlässen, wie zum Beispiel Sportfeste, Faschingsveranstaltungen, Kirmesfeiern und Jubiläen. Auch in den Nachbargemeinden gab es einzelne Auftritte.

 

Quelle: Ortschronik Gemeinde Grenderich